Ha! Das glauben Sie mir jetzt doch nicht wirklich, oder?
Ich meine, alleine um einen DOPPELTEN und dazu noch KOMPLETTEN (alle Farben UND Anfang und Ende) Regenbogen erleben zu dürfen, lohnt es sich doch, nach USA zu fliegen, oder?
Aber auch die CHA Show hat schon eine lange Historie für mich.
2006 war ich das erste Mal auf einer CHA Show. Damals noch in Las Vegas zusammen mit meinem Mann. Da war ich nach 2 Stunden am hyperventilieren, weil ich das Gefühl hatte, dass ich NIEMALS auch nur ansatzweise einen Überblick bekommen würde. Und weil einfach ALLES traumhaft schön war. Und ich keine Ahnung hatte, wie ich denn entscheiden könnte, was ich kaufen soll und was nicht.
2007 war das erste Mal in Anaheim, Kalifornien. Und das erste Mal ganz alleine. Orientieren war noch mühsam, aber ich war gut vorbereitet und bin systematisch alle Stände abmarschiert. Dass man gute Schuhe braucht und den Abend umgeben von Katalogen und Bestellscheinen auf dem Bett verbringt, die Nächte eh nicht schlafen kann (Jetlag lässt grüßen) und darum VIEL ZEIT hat, sich das Hirn zu zermartern - das wusste ich ja inzwischen schon.
2008 war ich völlig gelöst. Die Messe bekannt, die Location bekannt, die Vorgehensweise bereits geübt. Völlig souverän habe ich mein Programm "abgehakt". Klare Vorstellungen, was zu unserem Stil passt, machten die Auswahl etwas einfacher. Und nach den ersten Flops (was Firmen angeht), wusste ich auch, worauf ich bei der Wahl der Firmen achten sollte.
2009 war die Messe selbst etwas unsortiert. Viele Aussteller blieben weg, den grossen Lageplan gab es erst zur Messeeröffnung (was die Planung am Vorabend erschwert) und ich hatte die Befürchtung, dass die Stimmung nicht so doll wäre. Aber - die Messe war klasse! Die Aussteller hatten zum ersten Mal richtig Zeit, sich mit einem zu unterhalten. Über das oberflächliche "nice to meet you" oder "so good to see you" hinaus. Zum ersten Mal gab es mehr als das (für Messen übrigens sehr angenehme!) schnelle amerikanische Freundschaftsgefühl.
Dass dieses Gefühl Bestand hat, habe ich 2010 gemerkt. Erst wenn man Amerikaner seit Jahren kennt, merkt man den Unterschied zwischen "wahnsinnig freundlich aber immer noch oberflächlich" und "hier bahnt sich echte Freundschaft an". Ich bin sehr dankbar für all die Menschen, die ich dieses Jahr wieder treffen durfte (zum Teil bei ganz anderen Firmen), die meine Sorgen und Nöte ernst nehmen, sich mit mir freuen und mit mir lachen und die mich auf der Messe inzwischen auch ohne Namensschild erkennen (und das sogar von hinten!).
Nein, Bilder gibt es davon keine zu sehen. Ich persönlich bin kein Fan dieser Bilder à la "ich und die Berühmheit" und wenn ich eines habe, dann ist es eine persönliche Erinnerung. Ich denke, viele von Ihnen verstehen das.
Und morgen berichte ich Ihnen über meine persönlichen Highlights auf der Messe, die Tops und Flops und wie immer vergebe ich die von mir kreiierte Auszeichnung "die grüne Qualle für das überflüssigste Produkt der CHA". Wie immer sehr subjektiv, denn Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden.
Sind Sie morgen wieder dabei? Ich freu mich auf Sie!
Ihre Silke Junginger